E-Beam Tunnel

Oberflächendekontamination vorsterilisierter Tubs

Der Einsatz vorsterilisierter Objekte in Tubs gewinnt immer mehr an Bedeutung, weil es sich dabei um ein zuverlässiges und kosteneffektives Produktionsverfahren handelt. Verbunden mit der Isolator-Technologie wird eine hohe Produktsicherheit erreicht. Dies wird durch den Einsatz eines Elektronenbeschleunigers (E-Beam) zum Sterilisieren der Tub-Oberflächen vor dem Eintritt in den aseptischen Bereich gewährleistet.

Mit der Entwicklung des E-Beam-Tunnels wird den Kunden ein sicheres System für den Nest-Abfüll-Prozess von Fertigspritzen angeboten.

Vor der Tub-Dekontamination wird der komplette E-Beam Tunnel entweder zusammen mit dem Isolator oder separat mittels gasförmigem Wasserstoffperoxid H2O2 dekontaminiert. Anschließend kann die Außendekontamination der Tubs durch ionisierende Strahlen gestartet werden. Jeder Tub wird über ein Transportband zum Isolator transportiert und durchläuft hierbei die Elektronenwolke.

 
METALL+PLASTIC - E-BEAMflex
Abfüllanlage SV125 von OPTIMA pharma mit METALL+PLASTIC E-Beam Tunnel

Technologie

Design

  • Kompakte Bauweise ermöglicht kleine Stellfläche (3.000 x 1.500 mm)
  • Leichte Bauweise durch modernste Fertigungsweise
  • 100% Inhouse-Fertigung erlauben höchste Qualität und Flexibilität
  • Gute Zugänglichkeit für Reinigungs- und Wartungstätigkeiten.
  • Einfacher und schneller Austausch der Emitter durch Auszugsvorrichtung
  • Einsatz von strahlungsresistenten, hochwertigen Werkstoffen
  • GMP-konform: AISI 316L

Performance

  • Kleinste durchschnittliche Strahlungsenergie auf der gesamten Tub Oberfläche 25kGy
  • Einstellbare Energiedosis verhindert Strahlung unterhalb der Tyvekfolie
  • Alle gängigen Tub-Größen sowie transparente Tubs
  • Durchsatz bis zu 6 Tubs pro Minute
  • Kontrollierter Tub Transfer
  • Zu- und Abluft durch HEPA Filter filtriert
  • Technologisch ausgereifte Emitter mit hoher Lebensdauer

Hardware

  • Hersteller: Metall+Plastic
  • Typbezeichnung: e250H
  • 3 x 10“ Elektronenstrahl-Emitter
  • 3 x 150 kV Hochspannungsnetzgeräte
  • 3 x Hochspannungskabel

Sicherheitsaspekte

  • Keine messbare Strahlung nach Abschaltung
  • Bleiabschirmung verhindert Austritt von Strahlung
  • Unterdruck im E-Beam Tunnel garantiert die Ozon und NOx Absaugung

NEU: Emitter, ehemals von AEB, von M+P in Radolfzell

Emitter

Emitter

M+P’s kompakte Emitter Technologie liefert die weltweit effizienteste, sauberste und kosteneffektivste Form industrieller Prozessenergie. Der e250H Emitter bietet durch ein breites Spektrum von Anwendungsmöglichkeiten eine nachhaltige Alternative zu konventionellen thermisch oder chemisch basierten Prozessen. Hersteller können diese Technologie zur Dekontamination von Oberflächen, Reduzierung des Energieverbrauchs sowie Produktivitätssteigerung wirksam einsetzen.

Der hermetisch abgedichtete Emitter ermöglicht einen hocheffizienten Niedrigenergie Elektronenstrahl in einer modularen, kompakten Form. Konstruiert für Skalierbarkeit und Flexibilität kann der e250H – abhängig von Anwendungsanforderungen – einzeln oder in Parallelschaltungen genutzt werden.
Elektronenstrahl-Emitter

Elektronenstrahl-Emitter

Ein Elektronenstrahl-Emitter ist eine Vorrichtung welche mittels Hochspannung  freie Elektronen innerhalb eines Vakuums auf halbe Lichtgeschwindigkeit  beschleunigt. Die beschleunigten Elektronen verlassen durch eine permeable  Membran die Vakuumkammer und treffen mit hoher Energie auf die zu sterilisierende Oberfläche.  

Durch Anlegen eines elektrischen Stromes an einem dünnen Draht im Inneren  der Vakuumkammer werden Elektronen freigesetzt. Basierend auf dem Grundprinzip, dass sich gleiche Ladungen gegenseitig ab- stoßen, erfolgt eine Beschleunigung der freigewordenen Elektronen. Eine Hochspannungsplatte, welche sich hinter dem Filament befindet, erzeugt ein negativ geladenes elektrisches Feld. Die auf der Oberfläche des heißen Filaments  freiwerdenden Elektronen (welche negativ geladen sind) werden durch das elektrische Feld im Vakuum abgestoßen und direkt in Richtung der permeablen Membran beschleunigt.  

Die Elektronen werden auf ihrem Weg durch die Vakuumkammer bis zum Durchdringen der 8 Mikrometer dicken Titanmembran weiter beschleunigt.